Die verborgenen Sinne der Tiere

Shownotes

Ein Hai gleitet über einen leeren Sandboden, bremst plötzlich ab, wühlt und frisst einen Fisch, der sich tief eingegraben und keinen Millimeter bewegt hat. Sehen konnte er ihn nicht, riechen auch nicht. Woher wusste er, dass da unten etwas liegt? In dieser Folge geht es um Sinne, die wir Menschen schlicht nicht haben. Um ein Tier, das mit fest zugekniffenen Augen jagt, und um andere, die sich über Entfernungen verständigen, von denen bei uns nicht ein einziges Geräusch ankommt. Um uns herum läuft die ganze Zeit Kommunikation ab, und wir bekommen nichts davon mit. Jasmin nimmt dich mit in Wahrnehmungswelten, die direkt neben deiner liegen und die du trotzdem nie betreten wirst.


Quellen

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Scheich, H., G. Langner, C. Tidemann, R. B. Coles, and A. Guppy. "Electroreception and Electrolocation in Platypus." Nature 319 (1986): 401–402. https://www.nature.com/articles/319401a0

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Sutton, G. P., D. Clarke, E. L. Morley, and D. Robert. "Mechanosensory Hairs in Bumblebees (Bombus terrestris) Detect Weak Electric Fields." Proceedings of the National Academy of Sciences 113 (2016): 7261–7265. https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.1601624113

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O'Connell-Rodwell, C. E., B. T. Arnason, and L. A. Hart. "Seismic Properties of Asian Elephant Vocalizations and Locomotion." Journal of the Acoustical Society of America 108, no. 6 (2000): 3066–3072. https://pubs.aip.org/asa/jasa/article/108/6/3066/554703

O'Connell-Rodwell, C. E., et al. "Wild Elephant (Loxodonta africana) Breeding Herds Respond to Artificially Transmitted Seismic Stimuli." Behavioral Ecology and Sociobiology 59, no. 6 (2006): 842–850.


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Transkript anzeigen

00:00:26: Wir machen auch hier, auch remote.

00:00:30: Und ... ja!

00:00:33: Und diesmal hab ich eine Geschichte dabei.

00:00:36: Ja?

00:00:37: Haben wir noch irgendwas oder können wir direkt einsteigen?

00:00:40: Ich weiß noch, dass ich irgendetwas nachgeguckt habe...

00:00:43: Das ist nachgegriffen.

00:00:44: Aber ich hab's mir nicht mehr gemerkt.

00:00:45: Ach so wegen der Tethanus-Impfung die dann zweitverwertet wird.

00:00:51: Was?!

00:00:52: Ich weiß gar nicht worum es geht.

00:00:53: Ich hatte doch ne andere Folgenidee Weil ich auch mehrere so News Artikel gesehen hatte.

00:00:59: Und eine davon war, dass die ... Täternuss-Impfung ... zweitverwertet wurde und jetzt gegen Typ eins Diabetes eingesetzt wird.

00:01:08: Ah!

00:01:10: Krass?

00:01:10: Aber ich weiß nicht mehr was ... Du hattest da irgendwas gefragt, oder?

00:01:13: Ich hab gesagt, weiß ich nicht mehr.

00:01:15: Achso, ich glaub ob das von irgendwie ... von Robert Koch oder so war ...

00:01:19: Ah, genau.

00:01:20: Du wusstest nicht, dass die Tetanusimpfung war?

00:01:22: Sondern irgendeine Impfung früher, vor hundert Jahren.

00:01:24: und ich hab mich gefragt ob es irgendwas von Defterie oder so von Robert-Koch war aber...

00:01:29: Ja.

00:01:30: Und das war auf jeden Fall ein anderer Wirkstoff nicht von ihm.

00:01:34: Aber der Tetanos wirkt während seinen Defterievirkstoffen ja nicht.

00:01:38: Das Tuba gegen Tuberkulin.

00:01:40: Genau.

00:01:44: Ja, aber sie ist auf jeden fall irgendwie anders.

00:01:47: Okay.

00:01:47: Aber gut, dann vielen Dank!

00:01:51: Ich starte jetzt mit unserer Geschichte.

00:01:56: Sie handelt ja das was du und ich nie... wie soll ich sagen erleben werden?

00:02:03: Menschenfreundlichen Kapitalismus?

00:02:05: Ja aber davon geht es heute nicht.

00:02:08: Das gibt's beim nächsten Mal.

00:02:09: Nein also stell dir einfach vor ist es Nacht.

00:02:13: Es ist total dunkel und du bist ein Fischer.

00:02:18: Du bist unter Wasser und du hast so ... der sandige Meeresboden.

00:02:24: Ja, und du siehst einen kleinen Hei, der dicht über den Grund schwimmt... Und unter ihm ein paar Zentimeter tief eingegraben liegt so ein Plattfisch.

00:02:31: Kennst du das?

00:02:32: Diese Fische, die sich ganz platt eingraben ist total reglos!

00:02:35: Du siehst nichts.

00:02:37: ja also kein Geruch trinkt durch den Sand, du siehst ihn nicht, keinen zuckenden Wasser verrät ihn für die Augen, von dir und vom Hei ist da gar nix auch für seine Nase.

00:02:49: Man sagt immer, hi, die wird dann ja so gut und so nix.

00:02:53: Und trotzdem bleibt er genau über dem Fisch stehen, wühlt ihn aus dem Sand und frisst ihn.

00:02:58: Ja?

00:02:59: Die Frage ist jetzt hierbei... Woher wusste der dass der Fisch da ist?

00:03:03: Hast du eine Theorie?

00:03:04: Magnetzin?

00:03:06: Äh ähnlich Ende der Sechziger hat man sich das auch an der Universität Utrecht gefragt.

00:03:14: Ein Forscher hat sich dann eine Versuchsreihe ausgedacht.

00:03:16: Er hat einem Hi Beute angeboten, die aber in so eine Kammer aus Agar gesetzt.

00:03:21: Dieser gelähartigen Masse im Labor.

00:03:25: und das Interessante ist, dass Strom durch Agar fast genau so gut hindurch geht wie durch Meerwasser.

00:03:32: Geruch- und Wasserbewegungen aber draußen bleiben.

00:03:34: also du kannst nicht durch Aga riechen ja?

00:03:37: Und der Heil konnte das Tier also die Beute weder riechend noch seine Bewegung spüren und hat trotzdem zielsicher zugeschraubt in die Richtung.

00:03:44: Elektro sensitiv ist

00:03:46: Genau.

00:03:46: Dann hat der Forscher die Beute ganz weggenommen und stattdessen zwei Elektroden im Sand vergraben, durch die so ein bisschen Strom geflossen ist also so schwach wie das was ein lebendes Tier von sich gibt weil wir geben immer Strom von uns.

00:03:58: ja.

00:03:59: Und der Hai hat sofort die Elektrode angegriffen und da lag sogar einen Geruchsköder gleich daneben und den hat er ignoriert.

00:04:04: Also er hat den Stromreiz bevorzugt Und möglich macht es aber gar mit einem Namen den du vielleicht noch kennst.

00:04:12: Wir hatten es damals in Tierphysiologie, aber du hast ja einen anderen Zweig studiert.

00:04:18: Sie sind ein bisschen ... haben was mit dir zu tun!

00:04:22: Ach so lorenzinische Akkullen?

00:04:23: Genau, benannt nach dir.

00:04:26: Nein, nach Stefano Lorenzini.

00:04:28: Perfekter Name, ich werde dich jetzt immer Lorenzini nennen der sie schon im seventehnten Jahrhundert beschrieben hat.

00:04:34: Es sind so hunderte winzige mit so gliberiger Gallertmasse gefüllte Kanäle die von Poren in der Haut nach innen zu Sinneszellen verbunden sind.

00:04:43: Und beim Großäuhr gegen Hunzei

00:04:45: z.B.,

00:04:46: ist ein recht kleiner Hai, also irgendwie die Männchen werden vierzig Zentimeter lang und die Weibchen achtzig Zentimetern konnten im Schnitt bis zum neun Komma drei Millionen dieser Sinnes-Zellen pro Tier festgestellt werden.

00:04:56: Einzelne Zellen?

00:04:57: Ja!

00:04:58: Ist dann eine Menge Sinningszellen.

00:05:01: Die können halt die kleinsten Spannungsunterschiede im Wasser messen Also wirklich, wirklich klein.

00:05:06: Es geht hier um wenige Milliarden Volt pro Zentimeter.

00:05:11: Jeder Herzschlag, jeder Muskelregel eines Tiers erzeugt immer ein bisschen schwaches elektrisches Feld und der Hei kann das für den wie so einen Leuchtschrift da während anderer nix sehen.

00:05:22: Für ihn ist es voll in ihre Neon-Reklame wie wenn bei den Hunden irgendwo Chips liegt.

00:05:29: So ein Blattfisch, so eine Scholle kann sich so tief einkraben wie sie will.

00:05:34: Ihr Körper verrät sie halt weil sie am Leben ist und im Körper elektrische Ströme natürlich fließen.

00:05:40: Siehst du schon bisschen worum es heute gehen soll?

00:05:42: Der Hai, der lebt in einer Welt wo jede Muskelzuckung jeder Herzschlag richtig aufleuchtet.

00:05:52: für ihn das ist ne Welt die wir überhaupt gar keinen Zugang haben.

00:05:55: also wie für die Hunde die Großwelt deren Welt So wie wir es gar nicht vorstellen können, ist das halt auch so bei dem High.

00:06:03: Das heißt uns fehlt ein Organ genauso wie für uns vieles anderes das richtige Organ fehlt.

00:06:10: Um uns rum ist die ganze Zeit Kommunikation, die wir überhaupt nicht mitkriegen und davon will ich heute ein bisschen erzählen.

00:06:17: Kann ich noch eine Frage stellen?

00:06:19: Und zwar ist es nicht bei Westworld auch so wenn sie da im Wasser rumtreiben dass sie dann irgendwie Angst haben aufgespürt werden von den heien weil sie sich verraten durch ihre bewegung elektrische signale und die dann so ein.

00:06:33: So einen strom gefe ich um die rumbauen zum schützen.

00:06:36: also kann man das auch andersrum

00:06:37: aussuchen nicht.

00:06:39: deswegen kannst du leider nicht verantworten.

00:06:41: Also keine ahnung ja.

00:06:44: aber wir bleiben es gerade mal mit dem stromsinn bei einem tier über dass wir auch in liebe sexen erblichkeit unseren gemeinsamen buch drückgeschrieben haben zwar dem schnappelt hier ist es ja mit eben ein bisschen wildes Tier, ne?

00:06:57: Also sieht aus als hätte man es aus verschiedenen Tieren zusammengebaut.

00:06:59: Und dann ist das auch noch ein eiligendes Säugetier also wirklich absolut abgefahren und ... Das jagt halt elektrisch.

00:07:06: Ja, das hat eine Forschungsgruppe der TU Darmstadt in den Achtzigern mit australischen Kollegen Nature gezeigt Wenn das Schnabel hier abtaucht.

00:07:14: ja, das ist ja so...das ist ja zum Teil ganz trübenflöckewässern unterwegs.

00:07:20: Es macht die Augen zu, es verschließen sich auch die Ohren und die Nasenlöcher gehen auch zu.

00:07:25: Also es ist eigentlich komplett abgeschottet, das sieht nix.

00:07:28: Es riecht nichts.

00:07:29: Es schwimmt also blind und taub durch einen drüben Fluss und riech nix wie gesagt und trotzdem findet das Krebs am Larven im Schlamm des Flusses ja?

00:07:38: Und das war in seinem Schnabel dafür.

00:07:40: rund vierzehntausend Elektro-Rezeptoren sitzen und dazwischen liegen auch noch Drucksensoren und das ist interessant!

00:07:46: Das hat so ein bisschen was hier zwar gerade vor ein paar Tagen gewittert ne und ich kann dir sagen dass es so ein bißchen Erzähl ich dir gleich, warum das so ein bisschen ist wie das Schnabel hier jagt.

00:07:56: Das heißt wenn so'n kleiner Krebs im Wasser ist ja der zuckt da halt so rum, bewegt sich halt und er schickt dabei zwei Signale gleichzeitig los.

00:08:05: Das eine ist das elektrische Signal und das ist super schnell.

00:08:09: es erreicht den Schnabel praktisch sofort.

00:08:11: Es reißt viel schneller.

00:08:13: Das andere ist ne winzige Druckwellen im Wasser klar?

00:08:16: Wenn da was zappelt dann wird Wasser hin her geschoben, es entsteht so einen kleinen Druckwelle.

00:08:21: Die kriegt sozusagen viel langsamer ans Schnabeltier ran.

00:08:25: Sie trifft einen Sekundenbruchteil später ein und das Schnabeltier hat für beide Signale eigene Sensoren, kann so ein bisschen die Pause zwischen den beiden Sachen messen.

00:08:34: Und dann zu wissen wie weit es weg ist?

00:08:36: Genau!

00:08:36: Je länger es zwischen dem elektrischen Reiz und der ankommenden Welle dauert desto weiter ist die Beute weg.

00:08:41: Das ist wie bei Gewitter.

00:08:43: Kennst du dieses?

00:08:43: wenn man erst den Blitz sieht und dann zählt man so eins zwei drei und dann kommt der Donner und so gucken wir wie viele Kilometer es entfernt ist Und man geht davon aus, dass das so funktioniert ist noch nicht bewiesen.

00:08:55: Aber es ist eigentlich eine sehr starke Theorie... ...dass der Schnabeltier das halt genauso macht.

00:08:59: Also

00:08:59: d.h.,

00:09:00: es kann ungefähr abschätzen wo der Krebs ungefähr ist, merkt er aus welcher Richtung es kommt und dann einfach zu weißen.

00:09:05: Und Trefferquote ist ja hoch!

00:09:06: Nein, so alle Enden sind neidisch auf des Schnabletiere deshalb.

00:09:09: Vielleicht.

00:09:09: Die immer unten im Trüben fischen müssen?

00:09:12: Ja vielleicht schon, vielleicht schon.

00:09:14: Im Prinzip ist das mit dem Gewitter auch so eine gute Analogie weil bei einem Blitz können wir auch Elektrizität sehen.

00:09:20: Ja, genau.

00:09:20: Wir können sie auch spüren wenn er da

00:09:24: ist.

00:09:24: Echt?

00:09:25: Ich war oben bei einer Exkursion im Gebirge und wir wurden vom Geditter überrascht und mein Kollege Julian und ich standen ganz oben auf dem Gipfel und es war absolut abgefahren.

00:09:37: also ich hätte einfach tot sein können weil wir standen.

00:09:39: dann meine Haare standen mir komplett zur Berge eben auch und auf meiner Haut sind Funken geschlagen.

00:09:44: So geladen war die Luft, das war ultra gefährlich und wir wussten unten waren so Leute.

00:09:48: Die haben sich hochgeguckt auf uns gezeigt und so oh mein Gott hier sind noch zwei oben weil wir waren auf der anderen Seite der.

00:09:54: Es war so ein Sattel oben im Gebirge.

00:09:57: Unsere Gruppe war auf der einen Seite da konnte man auch gut runterwählen auf der andern Seite des Sattels Und da blieben es eigentlich nur eine Möglichkeit.

00:10:03: also wir mussten irgendwie so schnell wie möglich darunter und dann habe ich meine Ich hab mit dabei meine Jacke komplett kaputt gemacht.

00:10:08: aber ich habe dann gesagt Julian zieht dein Jacke aus und dann haben jetzt auf die Jacken gesetzt und runtergerodelt.

00:10:14: Ja, ich habe alles aufgerissen und so hab' ich mir.

00:10:17: Jacke war da nicht nach dem Arsch aber das ist lustig weil wir sind dann unten angekommen.

00:10:21: Es war richtig weit, es waren ein paar hundert Meter runter gerodelt, komplett wild.

00:10:24: auch Glück gehabt dass da so einen Flachhang überhaupt war.

00:10:28: ja, so ein Geroll fällt.

00:10:30: Und als wir runtergerutscht, kam er unten an und sie einfach so aufgestanden.

00:10:34: Und dann sitze zum Auto, wir haben beide auch so gezählten Lunden, die Leute haben sogar geklatscht!

00:10:38: Wir gehen so zum Auto.

00:10:39: Wir saßen im Auto und Julian saß so und hat sich am Lenkrad gekrallt und war nur so, wir hätten tot sein können.

00:10:48: Also es waren echt schlechte Planungen von Seiten unseres Exkursionsverantwortlichen.

00:10:53: Damals war noch nicht viel mit ... Smartphone und Wetter, das gab's da noch nicht.

00:10:57: Also keiner hat ein Smartphone oder so.

00:11:00: Und Wetter

00:11:01: gab es

00:11:01: damit auch?

00:11:02: Nee, Wetter wurde dann noch nicht davon ... Du hast ja morgens ausgedruckt in den Wetterbericht.

00:11:06: Irgendwie hatte er irgendwas nicht umschimmen gehabt.

00:11:09: Ja, aber da hab ich Elektrizität gespürt.

00:11:12: Es hat so richtig Funken auf der Haut geschlagen und gekribbelt.

00:11:15: Das war sehr unangenehm, will ich gerne nie wieder erleben.

00:11:20: Aber zurück zu den Tieren mit dem besonderen Sinn.

00:11:23: Es ist jetzt nicht nur so, dass Räuber diese Sinne haben.

00:11:26: Also Raubtiere ne?

00:11:28: Sondern auch andere Tiere zum Beispiel ein sehr sanftes beliebtes Tier und zwar die Hummel.

00:11:35: Und an der Universität Bristol ist ähm ... in den Studienzeiten rausgekommen, die gezeigt hat, dass Hummeln das schwache elektrische Feld von Blüten wahrnehmen.

00:11:46: Denn eine Blüte ist meistens leicht negativ geladen.

00:11:49: Eine anfliegende Hummel positiv Hummel positiv und sobald sie landet, kippt das Feld ein bisschen.

00:11:57: Lande darauf verbindet sich sozusagen.

00:12:00: In dem Versuch lernten die Tiere Geladene von ungeladenen künstlichen Blüten zu unterscheiden.

00:12:04: also die haben da Strom drauf gegeben einfach und so die Zuckersüßen herauszufinden mit einer Trefferquote von rund achtzig Prozent.

00:12:11: Hat man die Ladung entfernt konnten Sie es wieder nicht mehr unterscheidet.

00:12:14: Gespürt wird es von der Hummel über so feine Herrchen am Körper, die sich im elektrischen Feld ganz leicht aufrichten und so ausrichten dann auch.

00:12:22: Und das praktische daran ist dass nach einem Hummelbesuch eine Weile eine veränderte Ladung auf der Blüte zurück bleibt.

00:12:28: Der nächste Hummel merkt also hier war schon gerade jemand lohnt sich nicht und kann direkt wieder weiter fliegen.

00:12:34: Das erinnert ihr ja es gibt ja noch so ein System.

00:12:36: Es hat Dave Guelsen meine ich rausgefunden ... mit der Uni Southampton, wenn ich mich jetzt nicht ganz schwirre.

00:12:43: Äh... das Hummeln auch so ein Fußgeruch haben.

00:12:48: So eine Art und dann irgendwie so quasi, wenn die irgendwo eine Blüte besucht haben, da kommt eine andere Hummel und merkt, ah, da war schon jemanden können direkt wieder umdrehen weil die wissen ja gut jetzt aus wie da bis Nektar gebildet wird ne?

00:12:58: Mhm.

00:13:00: Ja!

00:13:01: Aber also das sind alles so Sachen, die du im Nahbereich spürst, ne?

00:13:05: Also was wir jetzt hatten Jagd oder sowas.

00:13:08: Aber es gibt auch noch in dem reichen Sinn für etwas, das hat ... Also in diesen Sinn, die wir nicht spüren können.

00:13:17: Das hat jetzt nicht so einen spezifischen einzelnen Ort.

00:13:19: Es ist nichts, was im Tier ausstößt oder so.

00:13:22: Aber es ist überall und zwar das Erdmagnetfeld.

00:13:26: Und der schickt natürlich manche Tiere auf Reisen, wo das beste Navi nicht mehr mitkommen würde.

00:13:34: Zum Beispiel ein gutes Beispiel dafür sind junge, unechte Karrettschildkröten.

00:13:39: Die schlüpfen halt an einem Strand, krabbeln dann ins Meer und treiben denn jahrelang irgendwo im offenen Ozean rum.

00:13:44: Tausende Kilometer machen die, drehen sich hundertmal um also wirklich irgendwo... Und wenn die Weibchen dann aber geschlechtsreif sind legt sie bei den Schalter um und kommen zum Eierlegen zurück und meistens genau in dem Strand, an dem sie aus dem Ei geschlüpft sind.

00:13:57: Ich meine, die Frage ist ... hau.

00:13:59: Wie findest du da wieder nach Hause?

00:14:01: Und ein Team der University of North Carolina at Chapel Hill wollte wissen wie das funktioniert und hat sich die NIST-Zahlen an Florida's Ostküste über neunzehn Jahre lang angesehen.

00:14:14: Wichtig zu essen bei dem Erdmagnetfeld ist dass es überall so ein bisschen anders ist.

00:14:20: Ist jetzt nicht sowas Festes was sich nie ändert.

00:14:24: Jeder Küstenabschnitt hat seinen eigenen magnetischen Wert sozusagen.

00:14:28: Das ist wie so eine Art Adresse und das heißt, da fühlt sich das Erdmagnetfeld auf eine bestimmte Art und Weise an und da erkennt die Schildkröte dann den Geburtsstrand.

00:14:38: Und diese Adressen stehen aber nicht so richtig fest.

00:14:41: sie wandern über die Jahre langsam in der Küste entlang.

00:14:43: es liegt halt daran wie das Erdemagnet-Feld entsteht oder existiert weil tiefene Erde strömt im äußeren Erdkern flüssiges Eisen.

00:14:53: Genau diese Strömung erzeugt ja das Feld überhaupt.

00:14:56: Und das Eisen bewegt sich aber natürlich ständig und auch so ein bisschen anders, also verschiebt sich auch das magnetische Feld bei uns an der Oberfläche jedes Jahr so ein bißchen.

00:15:04: Wenn so'n Tier als Baby den Magnetwerk seines Strandes gemerkt hat, dass Erwachsenen wieder diesen Wert ansteuert, dann kommt es nicht zwangsläufig genau an derselben Stelle raus.

00:15:14: Das war schon an dem Strand.

00:15:15: Aber nicht genau an der selben Stelle wie damals, als es daher geschlüpft ist.

00:15:19: Sondern es kommt da an wo der Wert inzwischen hingewandert is'.

00:15:23: Und jetzt kann es sein, dass die Magnetwerte zwei Nachbarstrende über die Zeit aufeinander zurückrücken.

00:15:29: Das heißt ihre Adressen werden bald eine.

00:15:31: Dann sammeln sich die Tiere von beiden damaligen Stränden enger zusammen.

00:15:35: D.h.,

00:15:35: da gibt's dann ganz viele Schildkröten, ja?

00:15:38: Trifft die Werte hingegen auseinander und verteilen sie sich weiter und sind weit voneinander entfernt.

00:15:42: Also merkst du auf jeden Fall wenn da so einem Strandteil super viele Schillkröte ankommen, dann kannst du dann ... Ach!

00:15:48: Da hat sich wohl ne Adresse geändert.

00:15:50: Ja...

00:15:51: Die merken sich das auch alles, nicht so dass manche dann da irgendwie verloren gehen.

00:15:54: Ja doch klar es gibt immer ein paar Freaks.

00:15:56: Nein aber deswegen meint ich ja die meisten kommen da an und wo diese Signaturen über die neunzehn Jahre zusammen gerückt sind stieg halt die Zahl der Nester wo sie auseinander liefen.

00:16:05: Sanktsee ist genau das Muster das halt herauskommen müsste wenn die Tiere sich am magnetischen Postleitzahladresse wie auch immer man's nennen will orientieren.

00:16:13: also das heißt Menschen können das auch mit Messgeräten messen.

00:16:16: Das

00:16:18: heißt, die Schildkröte benutzt das Erdmagnetfeld als Ortsangabe.

00:16:23: Also hier bin ich richtig.

00:16:25: Stimmt ungefähr wieder in die Richtung und dann ... Ach nee!

00:16:27: Ist doch die Bucht da drüben, da komme ich ja.

00:16:29: So ein Zugvögel benutzen auch das Erddmagnettfeld machen das aber so ein bisschen anders weil sie bestimmen damit eine Richtung.

00:16:37: Weil die müssen ja an den Süden.

00:16:38: Da ist es natürlich gut wenn man weiß wo Süden sind.

00:16:41: Die sagen so na?

00:16:44: Im Herbst legen die dann viele von ihnen tausende Kilometer Richtung Süden zurück.

00:16:48: Die müssen über Wochen den Kurs halten bei Wind, Wetter, Dunkelheit, Helligkeit und so weiter.

00:16:53: Dafür arbeitet das Erdmagnetfeld für sie wie ein Kompass.

00:16:58: Was ich nicht wusste, was ich interessant finde ist dass das klassische Studientier dafür das Rotkirchen ist.

00:17:04: Weil bei uns ist es ja ein Standvogel der bleibt im Winter über da.

00:17:10: Also die meisten, aber der Vögel aus Nord- und Osteuropa also eher so Skandinavien und alles ziehen im Herbst halt runter.

00:17:18: Und überwinteren gerne rund ums Mittelmeer.

00:17:21: Diese Kurzstreckenzieher hüpfen in der Voliere zum Beispiel zur Zugzeit immer wieder in die Richtung.

00:17:25: Die es sie eigentlich zieht.

00:17:27: Das merkst du das Verhalten an den Vögeln wenn du Vogelvoliaren mit denen hast.

00:17:31: Im Herbst gehen die alle sammeln sich in so einer Ecke.

00:17:34: So ist voll süßes!

00:17:37: Und in der Uni Frankfurt gab es eine Arbeitsgruppe.

00:17:40: Die haben das Magnetfeld um die Vögel herum verändert und geschaut, wie sich ihre bevorzugte Richtung dann mitgedreht hat.

00:17:49: Dabei hat man auch gemerkt, dass der Kompass ein bisschen anders funktioniert als der, den man z.B.

00:17:53: im Fahrtfindern hatte oder mit ihm als Kind ... Ich bin immer durch den Garten gerannt so.

00:17:59: So ne Kompassenal zeigt ja einfach Polarität.

00:18:01: Sie zeigt dir, wo es magnetisch murrt, wo Südostwest fängt.

00:18:05: Das Rotkirchen, also der Sinn von ihm funktioniert nicht so.

00:18:10: Es liest was anderes und zwar die... Was ich in der Schule mal kompliziert fand?

00:18:15: Die Inklination.

00:18:16: Also den Winkel in dem Feldlinien im Boden eintauchen.

00:18:20: Ja, also Richtung Erdkehren sozusagen.

00:18:23: Und am Polen sind sie senkrecht und...

00:18:25: Genau, am Äquater laufen die Linien flach übers Land.

00:18:29: Zum Polen hin stechen sie immer steiler ein.

00:18:30: das kennt man ja oft auch.

00:18:31: so.

00:18:32: diesen ... diesen Zeichnungen, weißt du im Atlas manchmal und so in Geografie-Unterricht.

00:18:39: Oder im Physikbuch

00:18:39: auch?

00:18:40: Genau!

00:18:40: Und das Rotkirchen fühlt diese Neigungswinkel, weiß dadurch nämlich...

00:18:45: Auf welcher Höhe?

00:18:46: Wo es ist genau.

00:18:47: Wo geht's Richtung Polen, wo gehts Richtung Equator?

00:18:50: Das heißt dieser innere Kompass kennt eher so das Berg auf dem Berg ab dieser Magnetlinien jetzt nicht einfach so flach irgendwas.

00:18:56: Man kann sich damit aber halt gut orientieren.

00:18:59: Und gibt's da trotzdem noch...?

00:19:01: Viele Fragezeichen, und zwar wie fühlt der Vogel das?

00:19:05: Ja da gibt es so viele Theorien.

00:19:07: Und immer wieder wird was Neues entdeckt.

00:19:09: Und es hat alles mit Quantenphysik zu tun.

00:19:12: Das heißt was man rausgefunden hat aber wie gesagt ist nicht bei allen so.

00:19:16: zum Beispiel Tauben haben super komplexe Orientation wo keiner so richtig rafft.

00:19:22: Magnet spielt auch eine Rolle Aber es ist auch der Sonnenstand und alles möglich.

00:19:26: andere über Sonnenkompass und Wat weiß ich nicht alles.

00:19:30: Aber was man auf jeden Fall weiß, und es gibt auch so neue Sachen, dass die wohl im Schnabel auch noch Magnetorganen haben oder so.

00:19:38: Was man aber weiß ist das bei Zugvögeln, glaubt bei den meisten, vielleicht sogar bei allen sitzt ein Eiweiß namens Kryptochrom IV im Auge Ja?

00:19:47: Und wenn da Licht drauf fällt entsteht für einen Bruchteil einer Sekunde ein Radikalpa.

00:19:52: Das sind zwei Stellen im Molekül, die jeweils so ein Einzelnes Elektron haben Und jedes dieser Elektronen hat so ein Spin, da ist ja so eine Drehung.

00:20:01: Die stehen ja nicht still.

00:20:03: Das ist ja das Quantenmechanikhalt und das kann man sich vorstellen wie die Achse eines ganz kleinen Magneten.

00:20:09: Ja?

00:20:10: Wie die beiden Spins zueinander stehen lässt sich vom Erdmagnetfeuert beeinflussen.

00:20:14: Je nachdem welche Richtung das Feld zeigt läuft die anschließende chemische Reaktion so ein bisschen anders ab.

00:20:20: Und die Idee ist dann... Dass daraus am Ende ein Signal wird, dass der Vogel sieht vielleicht als, keine Ahnung, helles so dunkles Muster überm Blickfeld oder sonst wie das weiß man halt nicht.

00:20:30: Linien was weiß ich.

00:20:31: und es verschiebt sich immer so ein bisschen bei deinem Kopfdreht weil er dann immer in andere Richtungen vom Ausgericht zum Erdmagnetfeld ist.

00:20:39: Und zwanzig-einzwanzig hat ein Team der Universität in Oldenburg und Oxford Nature gezeigt, dass dieses Kryptokroben aus dem Rotkirchen eine Reagenzglas tatsächlich magnetempfindlich ist.

00:20:48: Also da hat man das dort halt kultiviert Und es ist auch stärker, als das stärker empfindlich als von zum Beispiel von Hund und Taube.

00:20:56: Also die ziehen ja am Alltag jetzt keine Zugvogel, auch wenn Tauben massiv krass in Orientierung sind haben aber sie brauchen jetzt nicht so sehr langstrengend Zier oder irgendwas.

00:21:06: Bei denen ist es halt nicht so empfindliche wie beim Rotkirchen dass ein Zugvögel ist an der Sicht.

00:21:13: Aber das Ganze passiert halt im Reher ganz klar.

00:21:15: Wir wissen jetzt überhaupt nicht... Ob und wie das Rotkirchen oder die anderen Zugvögel diese Informationen verarbeiten.

00:21:21: Ja, das weiß man noch nicht.

00:21:23: Ähm... Deswegen, da, dieses ganze Zugvogelding ich will immer mal einen Artikel für den Schreibersnaturarium machen zu Zugvögeln so.

00:21:31: Und alle für viele gibt es neue Erkenntnisse, die aus Verworfen so ach wir haben uns geirrt und so.

00:21:35: Ich denke auch aber ja, da geht's noch so viel raus zu tun weil auch irgendwie verschiedene Vogelarten, verschiedene Mechanismen haben und alles.

00:21:42: ...

00:21:43: ist einfach so ein Disclaimer machen.

00:21:44: Die steckt die Forschung ab bis zum

00:21:46: Stande... Bis heute, genau!

00:21:47: So in drei Wochen.

00:21:48: Zum Beispiel habe ich einen Schreibersnachturarium im Buch geschrieben mit dem Specht und den Hemmern.

00:21:53: Da kam gerade das Paper raus,... ...dass die Zunge so um den Kopf gewickelt ist,... ...und dass der Schlag abfängt.

00:22:00: Und jetzt letztes Jahr wurde es widerlegt.

00:22:03: Aber Schreibelsnachturarium kann im Jahr zwanzig raus also.

00:22:06: War da der heiße Scheiß?

00:22:07: Jetzt ist's aber nicht mehr korrekt.

00:22:09: Nächste Auflage

00:22:10: dann?!

00:22:11: Ja.

00:22:12: Aber jetzt waren wir bei lauter Kleintieren, kleinen Signalen so.

00:22:15: Jetzt machen wir mal eine Stufe größer und zwar Elefanten ja?

00:22:22: Und an der Cornell University gab es eine Forscherin die hat eigentlich Wahlgesänge untersucht und dann war sie in einem Zoo im Elefantenhaus und ihr fiel was Komisches auf.

00:22:31: Ja?

00:22:32: Das Lied kenne ich irgendwo

00:22:35: her!

00:22:35: Da war ein kleiner Junge und einen Affe und ein Panther und ein Bär.

00:22:39: Nein... Ich muss gerade ein Dschungelbuch denken.

00:22:42: Nein, aber sie stand da und hatte das Gefühl ... dass die Luft vibriert.

00:22:49: Also, dass die luft irgendwie pocht unvibriert und so ein Gefühl im Brustkorb hatte als wäre da eine Resonanz.

00:22:55: Okay?

00:22:56: Ja, sie hat nichts gehört!

00:22:58: Sondern es ist so ein bisschen wie ... Als ich da oben auf dem Berg stand und das Gewitter kam, hab ich das auch gefühlt.

00:23:05: also nicht nur das auf meiner Haut Funken geschlagen hat sondern Mein Körper hat irgendwie vibriert, das war ganz komisch.

00:23:12: Und sie hatte das auch bei den Elefanten und sie hatte so eine Ahnung und hat sich gefragt kann es sein?

00:23:18: Hier ist nix anderes außer Elefanten, das ist kein technisches Gerät hier, dass die Elefante Töne machen, die wir nicht hören aber spüren können, die vielleicht so tief sind, dass diese eine krasse Resonanz erzeugen, aber wie hören Sie nicht?

00:23:29: weil sie außerhalb unseres Sörbereichs sind!

00:23:32: Das hat sie dann aus dem Jahr Elefanten geben Rufen von sich, die größten teils zwischen vierzehn und vierundzwanzig Hertz liegen.

00:23:38: Und wir können ungefähr zwanzig Herz hören!

00:23:41: Das heißt alles was da auch drunter liegt, hören wir nicht mehr.

00:23:45: aber es ist infraschall und der kann halt sehr weit tragen und lässt Sachen vibrieren hat eine hohe Resonanz.

00:23:55: Eine Arbeitsgruppe der University of Virginia hat dann auch in Namibia gezeigt dass sich die Reichweite dieser tiefen Rufe nachts mehr als verdoppelt.

00:24:04: Das ist, weil in klaren windstillen Nächten legt sich die kühle Luft über den noch warmen Boden.

00:24:10: Die kühlen Luft steigt eher unten auf und das ist ein bisschen wie Schallwellen wandern.

00:24:16: wenn sie jetzt abgegeben werden sind die so in der kühleren Luft dann wollen die nach oben hin und die reisen sozusagen langsam an kalter luft.

00:24:27: warme Luft ist.

00:24:28: Und das wird uns runterreflektiert, sozusagen wieder so weggebounzt und so wie in so einem Tunnel quasi bewegt sich dieser Schall vorwärts und das richtig, richtig weit!

00:24:37: Und ein bis zwei Stunden nach Sonnenuntergang sind damit nach dem Rechnung des Teams Reichwartungen von über zehn Kilometern drin.

00:24:44: Das heißt, zwei Elefantengruppen die total weit auseinander stehen, sie sehen sich nicht, sind nicht mal ansatzweise in der Nähe riechen sich nicht mehr so können sich trotzdem über diese tiefen Töne absprechen also wirklich miteinander sprechen.

00:24:58: Sie kennt es nur von Wahlen, dass die über lange Strecken mit so einer ... Was denn du siehst aus?

00:25:04: Brauchen die dafür ihre großen Ohren oder...

00:25:07: Das weiß ich nicht.

00:25:08: Ehrlich gesagt, das stand da nicht drin.

00:25:11: Aber es gibt noch eine Kommunikationselbe bei Elefanten, denn das war ja's nicht.

00:25:13: Das hatte ich auch erst vor zwei, drei Jahren mitbekommen.

00:25:17: Denn ein Teil dieser Rufe, dieser sehr ... wie so Mönche, so ... Aber auch das Aufstampfen auf dem Boden dieser Tonnschere Tiere läuft über den Boden, wird über den Boden weitergetragen.

00:25:34: Und als Erschütterung quasi wie so ein Erdbeben, dass so ein Seismograph aufgezeichnet wird.

00:25:40: Hat man oft in der Nähe von Erdbämen, die total früh Panik kriegen?

00:25:44: Das ist super früh bevor wir noch spüren noch gar nix und dann sind die schon... Dann hat eine Forschungsgruppe der Stanford University's untersucht und ein Freiland versucht aufgebaut.

00:25:55: Die haben wilde Elefanten in Namibia die seismische Nachbildung eines Alarmrufs vorgespielt, also wie Elefante sich gegenseitig warnen.

00:26:03: Nur über den Boden!

00:26:04: Also man hat nichts gehört.

00:26:06: Kai es gab keinen Ton.

00:26:07: Und die Herde hat reagiert, ja?

00:26:08: Die hat das gespürt... Das wär gerannt.

00:26:10: Es sind enger zusammengerückt und blieben, das war aber so ein Wasserloch.

00:26:15: Die sind da kürzer geblieben und manche sind erstarrt und haben auch so richtig ihr Gewicht nach vorn auf die Vorderbeine verlagert um so richtig reinzufüllen in den Boden, um zu gucken aus welcher Richtung kamen das wie weit ist es weg und so.

00:26:27: Also man hat richtig gesehen wie diese noch vorne kippt sind und den Boden so richtig, die Voderbeinen so richtig mit viel Druck auf dem Boden gepresst haben, die Fußsohlen um das zu spüren und haben zum Teil auch noch den Rüssel runter den Boden abgefühlt.

00:26:42: Und wie genau sieht es?

00:26:44: nicht aufnehmen, ist noch nicht so richtig entschieden?

00:26:46: Also das wird einerseits die Knochenleitung über das Skelett halt zum Innenohr diskutiert.

00:26:51: Es gibt ja auch für Menschen so Knochanleitungs-Koffhörer, die über die Krochenleitungen deines Schädels den Ton erzeugen, sodass anderes halt nicht hören sondern nur du!

00:27:03: Ja, und das überlegen die halt oder feine Viprationssensoren.

00:27:07: Die Pacini-Körperchen, die in den Fußsohlen an der Russelspitze stecken.

00:27:14: Du guckst so ... Hast du eine Frage?

00:27:16: Nee, diese Knochenkoffeur kenn ich das eh.

00:27:19: Ich glaub ... Freund von mir in Israel hatte Probleme beim Schwimmen mit ihrem Innenohr oder Mittelohr oder so.

00:27:25: Und dann hat sie die genommen.

00:27:27: Also die sind nur hinten so an der Ohrmuschel dran.

00:27:29: Genau, die verschließen nicht den Gehörgang.

00:27:31: Aber das ist auch so interessant, wenn man das mal überlegt.

00:27:36: Der High, der so ein Herzklappen fühlen kann.

00:27:38: Das schnabbelt hier oder das mit Schildkröten im Postskarten Elefant und so.

00:27:42: Das ist alles so interessant ... denn das zahlt so auf einen Konzept ein, den der Biologe Jacob von X-Küll geprägt hat.

00:27:55: Kennst du den?

00:27:55: Den Namen, die man so ganz willschreibt.

00:27:58: Ja, X-küll U-E-X K-Ü LL.

00:28:02: Weiß ich nicht!

00:28:03: Ja, der hat nämlich das Wort Umwelt geprägt.

00:28:06: Und er meinte damit wirklich so die Wahrnehmungswelt in der ein Tier lebt.

00:28:11: Also den Ausschnitt, den die Sinne ihm überhaupt erschließen mit die Umwelt.

00:28:16: So weit wie wir gucken können?

00:28:18: Ja genau!

00:28:19: Also, zum Beispiel wenn du ne Zecke nimmst.

00:28:21: Davon gibt's ja hier jetzt recht viele.

00:28:23: Nur so ein paar Reize.

00:28:25: Das heißt der Geruch vom Butter-Säure aus Säugetierhaut irgendwie die Körperwärme und einen Tastreiz, sobald sie dann auf meiner Schulter gesessen hat um sich da festzubeißen?

00:28:34: Ja aber mehr ist ihre Welt einfach nicht!

00:28:36: Alles andere existiert für diese Zecke nicht.

00:28:41: Die Pointe bei seiner Theorie ist ja auch, also wir sitzen auch in so einer Blase.

00:28:46: Ja was wir Realität nennen es hat so ein schmaler Streifen für den wir zuwillige Weise die passenden Organe haben.

00:28:51: alles andere existiert für uns nicht.

00:28:54: und richtiges Problem wird das weil wir Menschen halt das was wir auch nicht so sehen Fuschen da halt richtig in diese Sinn des Welten rein.

00:29:02: Man denkt dann, die ihn unter Wasser lernen den wir verursachen so das Wahle ihre nicht mehr miteinander kommunizieren und sich orientieren können.

00:29:10: oder frisch geschliffte Meerschildköter finden ins Wasser weil der Horizont über Meer ein bisschen heller ist als das Land ja?

00:29:21: Und setzt du da jetzt eine beleuchtete Strandpromenade hin Dann ist halt komplett vorbei wenn es eine krabbelnde Richtung Straße oder der Magnetkompass der Zugvögel, von dem ich gerade erzählt habe.

00:29:33: Eine Gruppe in der Universität Oldenburg hat es im Jahr zweizehnten Nature gezeigt, dass schon das schwache elektromagnetische Rauschen aus ganz normaler Alltagselektronik diesen Kompass total durcheinanderbringt.

00:29:44: Das heißt ein abgeschirmten geerdeten Hütten fanden dann Rotkehlchen die Richtung wieder nahm man die Abschimmung weg und war sie wieder weg.

00:29:51: Und das bei Stärken weit unter den Grenzwerten, die wir eigentlich so festgelegt haben, dass die unbedenklich sind

00:29:56: für uns Menschen.

00:29:57: Für uns Menschen, ja!

00:29:58: Das heißt die Tiere um uns rumführen, die ganze Zeit so Gespräche kommunizieren, leben in einer Welt zu der wir niemals Zugang haben werden.

00:30:05: Wir werden nie ein Wort von diesen Kommunikation sozusagen hören mitnehmen und eigentlich das Mindeste was sie tun können wäre halt nicht dauernd dazwischenzufunkten.

00:30:17: Das war meine Geschichte.

00:30:18: Mega krass.

00:30:19: Ja So viele Mechanismen, die wir gar keine Ahnung

00:30:23: haben

00:30:24: Und auch dieses Konzept, nur die Umwelt, die wir wahrnehmen existiert für uns eigentlich.

00:30:28: Ich meine gut jetzt gibt es Radio und jetzt gibt's alle möglichen Varianten um trotzdem was von weiter draußen mitzukriegen.

00:30:36: aber an sich wird mir keine Ahnung wie kein Ahnung ein anderer Kontinent aussieht wenn man da nicht mal hingegangen werden selber und das ist keine Filme gäbe und keine

00:30:47: radio.

00:30:47: Aber auch so dieses Wir werden niemals sag ich mal sehen wie eine Fledermaus.

00:30:52: Das ist einfach nicht möglich, als wir sehen Anführungsstrecke.

00:30:55: Ja?

00:30:56: Oder wie die Hunde ... Die haben ein komplett anderer Welt!

00:30:59: Deren Umwelt, deren Welt ist absolut anders.

00:31:02: Wir sind voll auf unseren Sehsinn angewiesen und haben Probleme, wenn wir den nicht haben.

00:31:09: Weil wir auch eine Welt gebaut haben, wo es natürlich sowieso viele Leute, die nicht able-bodied sind oder so, schwierig ist.

00:31:17: Aber wir haben uns halt auf unsere Sinne diese Welt gebaut und stören halt massiv die ganzen anderen Sinne der anderen Tiere.

00:31:25: Also zum Beispiel die Motten, die da ums Licht kreisen weil wir ja die Lichtverschmutzung so verkackt haben, dann mit den Wahlen wie gesagt wo wir immer mehr jetzt auch mit diesen ganzen Offshore Windparks und so, das ist so als würde jemand hier einfach ein Fernseher hinstellen, den auf die höchste Lautstärke machen und das ist dann dein Alltag.

00:31:42: So für immer!

00:31:44: Ja dass es dann deinen Alltag... Na versuchst du dir eine Gespräch zu führen mit jemanden oder irgendwie klarzukommen?

00:31:48: Ich mein, jetzt können wir sagen, die meisten Leute wissen das nicht.

00:31:51: Aber ich meine, sie wissen auch so viele andere Sachen, wo sie einfach scheiße sind

00:31:55: ... Dafür gibt's ja Wissenschaftler!

00:31:56: Dafür gibt es uns Wissenschaftler innen.

00:31:59: Ich weiß viel über Aktiemarkt nicht und es funktioniert trotzdem alles.

00:32:02: Nicht wie mit Menschenapparätes machen dann halt andere, weißt

00:32:05: du?

00:32:05: Ja, aber quasi selbst wenn Sie das wüssten...

00:32:09: Es juckt sich

00:32:09: halt nicht.

00:32:10: Das ist halt

00:32:11: das Ding, es juckt halt keinen.

00:32:12: Und es jückt sehr eh das Schlimme.

00:32:15: Da hab' ich auch mal im Schreibersnaturarium meiner ... Kolumne, ein Text drüber geschrieben.

00:32:19: Der Wert der Natur.

00:32:21: Dass wir halt in der Natur nur einen bestimmten Wert oder beimessen, wenn wir gucken was die für uns macht.

00:32:26: Das ist ja auch so in der Kommunikation so anders kriegst du es bei den Leuten nicht ins Schädel rein.

00:32:29: Ist schon schlimm genug dass du immer sagen musst was die Bienen und Insekten für ihn machen warum Spinnen nützlich sind?

00:32:34: Warum West-Binn nützig sind?

00:32:35: Keiner kommt auf die Idee das man halt ein Lebewesen einfach um seiner Selbstwillen einfach lassen kann.

00:32:41: Ja weil wir haben's nicht erfunden... Über Millionen von Jahre, von Evolutionsprozessen.

00:32:47: Wir denken ja so eine Art wie lang gibt's die Zehntausend Jahre?

00:32:50: Nein, Millionen von Jahren!

00:32:51: Hier ist Scheißblattlaus, wie man sieht.

00:32:52: Blattlause gibt es seit vielen Millionen von Jahrn.

00:32:54: Es gibt seit Hundertfünfzig Millionen Jahren und das irgendein Grund hat schon, dass das so funktioniert.

00:33:00: Und dann kommen wir halt so ... Nee, komm, mücken oder weg damit.

00:33:05: So, aber es ist halt typisch Mensch und es nervt total.

00:33:10: Aber ich find's trotzdem ein Teil krasser Vorstellung Auch so Sinne, die wir auch haben.

00:33:15: Sehsinn.

00:33:15: Das hatte ich erzählt mit den Blaumeisen?

00:33:18: Dass sie gar nicht füreinander einfach blaumeisenmäßig aussehen sondern so ein ultraviolettes Muster haben.

00:33:23: Daran erkennt man, ob ... weil es nicht ein Bäu besonders gesund fruchtbar und was weiß ich nicht ist.

00:33:28: Und wir sehen das aber nicht.

00:33:29: Ich wünsche uns einfach nur blauer Kopf fertig.

00:33:31: Meinst du, wir sollten Sie umbenennen in UV-Meisen?

00:33:33: UV-Maisen

00:33:34: ja eigentlich schon!

00:33:36: Ich kann wieder die Geschichte erzählen.

00:33:37: habe ich glaube ich schon mal im Podcast erzählt dass sich Als ich in Heidelberg studiert hab, mal im deutschen Nationaltheater in Mannheim so ein Theaterstück von Dietmar Dardt gesehen.

00:33:45: Farbenblende Arbeit, wo es auch darum geht, dass so ein paar Leute gibt mit einer Mutationenleben, wo sie einen zusätzlichen Farb-Sehrezeptor haben im Auge und deswegen für die alles anders aussieht und die dann bestimmte Jobs machen können oder müssen?

00:33:59: Gibt's

00:33:59: das wirklich?

00:34:00: Ich glaub nicht, das ist

00:34:01: mir so effektiv.

00:34:03: Das klingt ja megamutig.

00:34:05: Ja krass!

00:34:08: Ja ... Also ich fand das irgendwie spannend.

00:34:11: Man kann, ich kenne noch ewig weitererzählen können.

00:34:13: Es gibt einfach so viele Lebewesen wie jetzt... Ich hab' jetzt in Reibers Notorarium heute also auch in der Newsletter-Kolumne solltet ihr abonnieren alle vierzehn Tage kostenlos.

00:34:23: Habe ich geschrieben über Spinnen die mit ihrem Netz hören?

00:34:28: Achso ja!

00:34:29: Das finde ich auch mega spannend.

00:34:32: und

00:34:32: wenn du jetzt eine von diesen Eigenschaften haben könntest welcher wär's?

00:34:40: Da muss ich jetzt kurz überlegen.

00:34:42: Also von denen, die ich jetzt gesagt habe... Ich kann es mir halt gar nicht vorstellen!

00:34:49: Weil ich Angst hatte dass das dann gruselig ist.

00:34:51: aber gut wenn ich wahrscheinlich... also wäre es noch nicht grusselig für mich.

00:34:54: Aber dann würde ich vielleicht schon das Erdmagnetfeld gerne spüren und mich damit orientieren können.

00:35:03: Elektro finde ich ein bisschen schwierig weil das nur auf die Nähe... Das brauche ich nicht weil ich sehe auch wenn da jemand steht oder höre und spüre.

00:35:10: Aber Erdmagnetfeld wäre ganz neu, also das wär für mich wahrscheinlich interessant.

00:35:18: Ich find's geil wenn nur wir zwei uns mit ultra langwelligen Tönen quasi tiefen Töne verständigen könnten so ich würde im Büro sitzen muss nicht mein Telefon raus und dann können einfach sagen ja hier ich komm in der halben Stunde nach Hause

00:35:30: Ja du bist es dann immer ... Dein Büro wär dann im Garten halt im UKE Und du wirst da immer mit den Füßen auf dem Boden stehen.

00:35:37: Und ich wär halt auch mit den füßen am Boden.

00:35:40: Ach so, das eine hat mit dem anderen was zu tun gehabt oder wie?

00:35:43: Wie?

00:35:44: Die Elefanten.

00:35:45: Ja

00:35:45: die tiefen Töne hören sie über die Füße.

00:35:47: Ja auch über die Ohren aber ich meine bei den Stadtlärmen wie soll es dazu wiederkommen... ...mit den Häusern und allem.

00:35:54: Also aber auch im Teil des Thronz hören sie auch mit den Füßen also beides.

00:35:59: Das ist ein bisschen, hast du in die Dostavatar nicht geguckt?

00:36:02: ne, die Serie?

00:36:03: Da gibt's nämlich Erdbändige und die kann dann auch wenn sie mit dem Boden auf den Füschen stehen alles möglich spüren ganz weit weg.

00:36:11: Das wär cool.

00:36:13: Also auf so ein Tag schon Bock, aber ich will auch generell gerne irgendein Bändiger.

00:36:16: also von daher... Da gibt's, du kannst Feuer bändigen Wasser Luft und Erde Und Gibt so'n bisschen ab, sag ich mal Gibt es auch noch so Blutbändiger, das sind so Abtrünnige sozusagen Und Metall-Bändiger was nicht so riecht ist so n Misch Nichts richtig Bändig bis mit Bändigen.

00:36:38: Na ja, aber ich wäre gern Luftbändigerin.

00:36:40: Da könnte ich ihm schliegen.

00:36:43: Wasserbändegerin wär auch megacool mit im Garten!

00:36:46: Einfach

00:36:47: so aus... Dann kannst du sagen Regen jetzt bitte?

00:36:49: Ja halt, ich könnte aus der Regentonne das Wasser nehmen und zack auf die Bete bändigen.

00:36:53: Zack gegossen oder wenn gar nichts da ist, aus dem Grundwasser hoch holen.

00:36:59: Schon gut.

00:37:01: Wieder geht's keinen schleppen.

00:37:02: Vorher waren wir letztens, als wir spazieren gegangen sind.

00:37:04: Dann kam dieser Typ halt gefragt, ob wir einen Vollzeug haben und dann hätten wir sagen können ... Nee, aber wir könnten dich in den Flammen setzen.

00:37:09: Das oder ihr könnt einfach die Zigarette anzünden mit weiß ich nicht im Finger?

00:37:13: Okay kann man auch so kontrollieren und nicht einfach

00:37:15: nur.

00:37:15: Ja ja, das wird ja keiner überlegen.

00:37:17: Ne ne, da kannst du so kunstvoll das Lärden, die Techniken ganz viele coole Sachen machen.

00:37:24: Also eigentlich finde ich Wasserbending am coolsten.

00:37:27: Luftbending ist einfach, dass man fliegen kann.

00:37:29: das schon ziemlich starkes Argument.

00:37:30: Und

00:37:31: was macht Erdbending?

00:37:33: Damit kannst du alles was aus Erde so ist halt bewegen.

00:37:37: Du kannst Berge bauen.

00:37:39: Terraforming.

00:37:40: Ja Terraforming sozusagen.

00:37:41: Das wäre schon cool.

00:37:50: Gut dann...

00:37:51: Da haben wir ja gar nicht so negativ aufgehört.

00:37:53: Zwischendurch hab ich jetzt noch mal gedacht, scheiße.

00:37:55: Entweder negativ oder ...

00:37:56: Hättest du es jetzt nicht gesagt und wär nix aufgefallen?

00:37:59: Nee, das fällt's auf, dass uns gelungen ist.

00:38:02: Ja, wär mir gar nicht aufgefallen.

00:38:03: Guck, ich hab keine negative Grundhalte.

00:38:06: Du weißt doch, ich bin optimistischer Positiverwetsch!

00:38:08: Mein siebter Sinn ist, dass sich negative Sachen besonders gut aufführen

00:38:11: können.

00:38:11: Ja stimmt.

00:38:13: Super.

00:38:14: Kleine Negativlinge.

00:38:16: Yay!

00:38:17: Ist ja schön.

00:38:18: Gut.

00:38:18: Stimmungspendiger.

00:38:22: Okay.

00:38:23: Und damit verabschieden wir uns und sagen

00:38:29: bis zum nächsten Mal!

00:38:30: Macht's

00:38:30: gut, tschüss!

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